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Tagebuch: Die schöne Königin jenseits der Brücke

Berlin, 14. September 2014

"Eine Brücke ins Nirgendwo" titelt die rbb-Redaktion Klartext. Nirgendwo? Gemeint ist Westpolen. Bis 1945 überquerten mindestens 66 Brücken die Neiße. Die Mehrzahl wurde vor 70 Jahren zerstört. Mit der Neißewelle kommt zwischen Coschen und Żytowań jetzt eine neue Brücke hinzu. Einen unfassbar schönen Ausflug ins Nichts beschreibt eine neue Seite im Tour-Tagebuch von Benno Koch.

Was ist hinter der Brücke? Gemeint ist die Brücke über die Neiße vom brandenburgischen Coschen ins westpolnische Żytowań (Seitwann), die am 17. Oktober 2014 offiziell wiedereröffnet werden soll. Diese Frage hat öffentlich-rechtliche Medien wie den NDR oder den RBB in den letzten Wochen und Monaten beschäftigt. Deren eindeutige Antwort: Nichts. Sie ist eine von noch immer mindestens 33 alten Brücken über die Neiße, die seit dem Zweiten Weltkrieg bis heute nicht mehr nutzbar waren.

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Neißewelle:
Die neue Brücke
Coschen-Żytowań
soll Ende Oktober 2014
fertig sein - und verkürzt
den Weg um 19 Kilometer

Westpolen: Die Brücke

Berlin, 11. September 2014

"Eine Brücke ins Nirgendwo" titelt die rbb-Redaktion Klartext. Nirgendwo? Gemeint ist Westpolen. Bis 1945 überquerten mindestens 66 Brücken die Neiße. Heute existieren 33 nutzbare Neißebrücken. Mit der Neißewelle kommt zwischen Coschen und Żytowań jetzt eine neue Brücke hinzu. Auf einer Radtour für Genießer verrät Benno Koch am Samstag, 13. September 2014 was in Westpolen wirklich geht.

In Brandenburg herrscht Wahlkampf. Am Sonntag wird ein neuer Landtag gewählt. Jetzt geht es vor allem um Aufmerksamkeit. Stimmt es wirklich, dass es eine Zunahme der Kriminalität gibt? Wer in diesen Tagen an der Oder und Neiße entlang radelt könnte es glauben: Die Laternenmasten sind mit den Plakaten kleiner Parteien übersät. Mit der Angst vor einer angeblichen Grenzkriminalität.

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St. Marien Chojna:
Die ehemalige Stadt
Königsberg in der
Neumark
wurde im
Zweiten Weltkrieg
zu 80 Prozent
zerstört - die
St. Marien Kirche
ist in neuer Pracht
wiederentstanden

Westpolen: Gefangen im Königsberg-Dreieck

Berlin, 28. August 2014

Vor drei Jahren geisterten Meldungen vom Ausbau eines "150 Kilometer langen deutsch-polnischen Radwegenetzes" durch die Medien. Knapp fünf Millionen Euro standen dafür zur Verfügung. Es wäre eine Sensation gewesen. Dann wurde es ruhig. Sehr ruhig. Ein Ergebnis ist für Nichteingeweihte nicht erkennbar. Auf einer Radtour für Genießer verrät Benno Koch am Sonntag, 31. August 2014 was in Westpolen wirklich geht.

Als ich das erste Mal das Wort Königsberg auf einem Wegweiser kurz vor der deutsch-polnischen Grenze gelesen hatte, traute ich meinen Augen kaum. Der Name suggeriert nicht nur eine unerreichbare Größe. Die Stadt mit diesem Namen liegt doch hunderte Kilometer weiter östlich? Königsberg in Neumark heißt heute Chojna und liegt in Westpolen. Wenn man will, dann bilden Bad Freienwalde, Schwedt (Oder) und Chojna ein Dreieck. Das Königsberg-Dreieck.

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Zwenkauer See:
Vom hier bestens
ausgebauten Elster-Radweg
kann man über den
Freizeitpark Belantis
bis zum
Völkerschlachtdenkmal
gucken

Leipziger Neuseenland

Berlin, 26. August 2014

Die Verwandlung der einstigen Braunkohlekrater ist gigantisch. Allein im Landkreis Leipzig ist eine Seenlandschaft mit einer Wasserfläche von fast 70 Quadratkilometern im Entstehen. Viele asphaltierte Radwege sind schon fertig. Malerische Kleinstädte wie Zwenkau und Pegau haben durch das Wunder des Mauerfalls überlebt. Auf einer Radtour für Genießer verrät Benno Koch am Samstag, 30. August 2014 die spannendsten Abenteuer südlich von Leipzig.

Der Cospudener See ist glasklar. Beim Baden hat kann man bis zum Völkerschlachtdenkmal gucken. Plötzlich liegt Leipzig am Wasser. Die jahrzehntelang durch riesigen Braunkohlegruben geprägte Landschaft entwickelt sich zu einem Naturparadies. Ein paar Kilometer weiter soll der Zwenkauer See bis Ende 2014 vollständig geflutet sein. Dabei sah das in der DDR geplante Szenerio für die Region düster aus: Bis 2050 sollten von hier bis Zeitz alle Kleinstädte wie Zwenkau, Pegau und Groitzsch abgebaggert werden. Dann kam vor 25 Jahren der Fall der Berliner Mauer und das schrittweise Aus für die Braunkohle. Inzwischen sind alleine im Leipziger Neuseenland 16 Seen entstanden, nach dem Ende der letzten Tagebaue werden weitere folgen.

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/uploads/49/2l/492lIxeXaYFi7DSm0IXzUA/Rad-und-Yoga-Kooperation-Fahrradexperte-Benno-Koch-und-Yogalehrerin-Lieselotte-Wertenbruch-Vorschau.jpg
Lieselotte Wertenbruch:
Die 46jährige ist seit 2006
Yogalehrerin.
Ab sofort startet jeden
Mittwoch Abend ein
dreistündiges Workout mit
Rad und Yoga durch Berlin.

Neue Serie: Rad und Yoga von Mitte nach Teltow

Berlin, 26. August 2014

Keine andere gesunde Bewegung lässt sich so problemlos in den Alltag einbauen wie das Rad fahren in der Stadt. Wenn man weiß wie es geht. Fahrradexperte Benno Koch und Yogalehrerin Lieselotte Wertenbruch gehen sogar noch einen Schritt weiter: An den Stränden und in den Parks Berlins verbinden sie Rad und Yoga. Immer mittwochs. Natürlich auch für Anfänger. Nächster Termin: Mittwoch, 27. August 2014, 17:30 Uhr Berlin-Hauptbahnhof.

Berlin ist eine grüne und fahrradfreundliche Stadt. Wenn man weiß wie sie wirklich funktioniert. Zwölf Fahrradhauptrouten führen von der Stadtmitte hinaus nach Brandenburg. Hinzu kommen mit den Radwegen Berlin-Usedom, Berlin-Kopenhagen, Berlin-Leipzig, Spree-Radweg, Havel-Radweg, dem Berliner Mauerweg und dem Europaradweg R1 sieben überregionale Radfernwege. Nicht alle Wege sind bisher perfekt. Auf vielen kommt man jedoch erstaunlich entspannt durch die Metropole. Und noch besser, wenn man den einen oder anderen Geheimtipp kennt.

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/uploads/nQ/Ot/nQOtBR2J7_bzSODyLvaAWg/Chwarszczany-2014-Quartschen-Templer-Vorschau.jpg
Chwarszczany:
Auf den Spuren der
Ritter von St. John
am Samstag,
23. August 2014
- ganz friedlich auf
einer Radtour
für Genießer
(Fotomontage:
templariusze.org)

Chwarszczany: Die Rückkehr der Tempelritter

Berlin, 19. August 2014

Wir schreiben das Jahr 1232. Die Arme Ritterschaft Christi und des Salomonischen Tempels zu Jerusalem lässt sich östlich der Oder in Quartschen nieder. Von der Komturei aus werden die umliegenden Güter bewirtschaftet. Jetzt sollen die Ländereien rund um die Templerkirche wieder von den Ritterorden der Templer und Johanniter belagert werden. Für einen Tag. Auf einer Radtour für Genießer verrät Benno Koch am Samstag, 23. August 2014 die spannendsten Abenteuer in Westpolen.

Im Hochmittelalter sollen Zurückhaltung, Freundlichkeit, Würde, Höflichkeit und Großzügigkeit zu den Ritterlichen Tugenden gezählt haben. Vor einigen Wochen stehe ich am Fahrkartenschalter in Beuthen an der Oder (Bytom Odrzański). Mein Vorrat an Zloty reicht gerade so für die Bahnfahrkarte zurück nach Deutschland. Sieben Zloty für das Fahrradticket fehlen. Irgendwo finde ich noch zwei Euro. Die Bahnbeamtin darf keine Euro annehmen. Eine junge Mutter mit Kinderwagen hinter mir geht wortlos zum Schalter und bezahlt mein Ticket. Meine letzten zwei Euro anzunehmen ist auch ihr unangenehm. Sich in der Not ohne viele Worte gegenseitig zu helfen ist hier und anderswo in Polen selbstverständlich.

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Brocken-Radweg:
Autofrei und
bestens asphaltiert vom
Brockenplateau hinunter
nach Schierke

Tour-Tagebuch Brocken: Gipfel für Rad fahrende Genießer

Berlin, 18. August 2014

Wie macht man eigentlich Menschen Mut über sich hinaus zu wachsen? Indem man ihnen keine Angst macht. Sie ein ganz klein wenig an die Hand nimmt. Und ihnen verrät, wie es geht. In diesem Fall 1.000 Höhenmeter mit dem Fahrrad zum Brocken hinauf und wieder hinunter fahren. Eine Gipfelerfahrung auf Norddeutschlands höchstem Berg beschreibt eine neue Seite im Tour-Tagebuch von Benno Koch.

Die Sonne scheint. Die Luft ist milder als vorhergesagt. Der Wetterbericht der letzten Wochen macht normalerweise keinen Mut, unbeschwert den Sommer zu genießen. Vielleicht auch deshalb sind wir in den zwei kleinen Regionaltriebwagen zwischen Magdeburg und Wernigerode fast die einzigen Fahrgäste. Auch andere Fahrradtouristen sind nicht unterwegs. Doch wie so oft wird der angekündigte Regen ausbleiben.

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Radio Eins Radtourentipp (5): Gipfelerfahrungen per Rad

Berlin, 12. August 2014

Berlin und Brandenburg gelten als flach. Was nicht immer stimmt. Die Faszination der Berge wächst. Vor allem auf dem Rad. Gerade in den Alpenländern auf neuen E-Bikes. Benno Koch hat die Gipfel in Europa mit dem Fahrrad getestet. Und am Samstag nach der Sendung steht der höchste Berg Norddeutschlands auf der Liste zum Mitradeln. Auf der Brocken Experience 2014. Die Theorie gibt es schon mal heute um kurz nach Zwölf live auf Radio Eins.

Für Reiseradler gibt es keine Diskussion: Auch mit 20 und mehr Kilo Gepäck am Rad müssen Berge oft gleich reihenweise bezwungen werden. Zusammen mit dem Rad sind so meist 40 Kilogramm und mehr in Bewegung zu halten. Das Fahrergewicht kommt hinzu. Im Vergleich zu den rund sieben Kilo leichten Rennrädern bei der Tour de France eine echte Leistung.

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Brocken Experience 2014:
30 Fahrradkilometer und
1.000 Höhenmeter
bis zum Brockenplateau.
Du willst es, Du kannst es,
Du schaffst es!

Brocken Experience 2014

Berlin, 11. August 2014

Die Fahrradstraße von Schierke hinauf zum Brocken ist fertig. Die Steigungen sind meist sanft. Nichts stört die Ruhe, nur gelegentlich ist das Schnaufen der Brockenbahn zu hören. Norddeutschlands höchster Berg ist zum Sehnsuchtsziel für Fahrradtouristen geworden - nicht nur für Radsportler. Auf einer geführten Radtour verrät Benno Koch wie es geht - auf der Brocken Experience 2014!

Von der Bilderbuchstadt Wernigerode geht es erstaunlich sanft hinauf. Nur auf zwei kurzen Abschnitten beträgt die Steigung mehr als zehn Prozent. Jeder und jede kann es schaffen. Das Ziel liegt nach knapp 30 Kilometern und 1.000 Höhenmetern im Sattel bei 1.142 Metern über dem Meeresspiegel. Wer regelmäßig Rad fährt und mehr als drei Gänge hat, gehört zu den potenziellen Kandidaten für die unvergleichliche Brocken Experience am Samstag, 16. August 2014.

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Grand Canyon des Ostens:
Der Radweg von Bitterfeld
rund um die Goitzsche
ist auch im
Hochwasser-Durchbruch
vom Juni 2013 wieder
bestens asphaltiert

Tour-Tagebuch Grand Canyon: Traumurlaub in Bitterfeld

Berlin, 11. August 2014

Es gibt Dinge, die dürfen einfach nicht sein. Und sie sind trotzdem da. Darf aus der einst dreckigsten Stadt Europas plötzlich ein touristisches Traumziel werden? Und was ist eigentlich eine Unwetterwarnung? Einen unglaublich schönen und trockenen Ausflug durch den Grand Canyon des Ostens beschreibt eine neue Seite im Tour-Tagebuch von Benno Koch.

Schnell hereinziehende Schauer und Gewitter. Schwülwarme Waschmaschinenhitze. Unwetterwarnung! Kein Drama ist in diesen Tagen billig genug, um den Menschen Angst zu machen. Was früher mal Wettervorhersage hieß, ist heute die geballte Ladung Angst vor einem möglichen Sommerregen. Und um es vorweg zu nehmen: Dieser Samstag blieb wie bei fast allen Radtouren dieser Serie ein traumhaft schöner, sommerlich angenehm milder und trockener Tag.

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Radio Eins Radtourentipp (4): Grenzerlebnisse in Europa

Berlin, 6. August 2014

Schmugglergeschichten auf der einen Seite, eine geschlossene "Friedensgrenze" auf der anderen Seite. Grenzgeschichten gibt es viele. Sogar die Grenze zwischen Preußen und Sachsen ist in diesem Jahr wieder ein großes Thema. Benno Koch hat sich drei Beispiele angesehen. Am Samstag und am Sonntag nach der Sendung gibt's diesmal gleich zwei Strecken in der Hauptstadtregion als geführte Radtour zum Mitradeln. Und die Theorie gibt es schon mal heute um kurz nach Elf live auf Radio Eins.

Vor genau 200 Jahren verschoben sich die Grenzen zwischen Preußen und Sachsen. Vor fast 20 Jahren trat das Schengener Abkommen zwischen Deutschland und den Niederlanden in Kraft. Die Personenkontrollen fielen weg. Vor zehn Jahren trat Polen der EU bei und vor sieben Jahren fielen auch hier die Schlagbäume. Neue Radrouten sind ein spannender Weg sich gegenseitig seine Grenzerlebnisse zu erzählen. Und alte Ängste und das eine oder andere Vorurteil abzubauen.

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8-er de grens:
An einem Trampelpfad
hinter dem
Zwillbrocker Venn
wacht noch immer
der deutsche Zoll-
naja, nur so aus Spaß für
harmlose Fahrradtouristen

8-er de grens: Grenzgeschichten auf dem Rad

Berlin, 5. August 2014

Das Hotel Kloppendiek steht fast auf der Grenze. Wenige Meter hinter dem Anwesen haben sich im Zwillbrocker Venn bis zu 50 wilde Flamingos angesiedelt. Schmale Pfade führen am Teich entlang durch die Felder. Hier trafen sich einst die Schmuggler. Mit einer neuen 75 Kilometer kurzen Radroute wird die Geschichte wieder lebendig. Benno Koch hat die Region auf einer größeren Runde zwischen Münster, Zwillbrock, Doesburg, Zutphen, Deventer und Bad Bentheim getestet.

8-er de grens ist die erste grenzüberschreitende Radroute mit Knotenpunktsystem. Wenn alles klappt, kann man sich ganz individuell seine Strecken und Abkürzungen zwischen den einzelnen Knoten zusammenstellen. Doch hier im Grenzgebiet zwischen dem niederländischen Gelderland und dem deutschen Borken war Rad fahren schon immer einfacher. Bei praktisch jeder Verkehrsplanung scheinen Radfahrer angemessen berücksichtigt zu werden: Es gibt Radspuren und Tempo-60-Zonen auf Landstraßen außerhalb der Ortschaften, vier Meter breite straßenbegleitende Radwege und auch mal abgetrennte befahrbare Seitenstreifen neben Sandwegen.

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Ruine der Oderbrücke
zwischen Eisenhüttenstadt
und Kłopot:
Das westpolnische
Storchendorf ist noch
ein Geheimtipp

Westpolen: Oder-Radweg und Storchendorf Kłopot

Berlin, 5. August 2014

Ist Rühstädt wirklich das größte Storchendorf Europas? Wer in Westpolens Pendant Kłopot unterwegs ist, wird ein gänzlich anderes, untouristisches und zugleich überraschendes Storchendorf erleben. Immerhin 84 Weißstörche und wesentlich weniger Touristen sind hier unterwegs. Benno Koch verrät am Sonntag, 10. August 2014 die spannendsten Entdeckungen östlich der Oder.

Vor wenigen Tagen machte eine merkwürdige Pressemitteilung die Runde. Ein neuer Radweg namens Oder-Schlaubetal-Schleife sei eröffnet worden. Hatte ich etwas verpasst? Auf insgesamt 110 Kilometern solle eine "länderübergreifende Route entlang der deutsch-polnischen Grenze" entstanden sein. Einziges Problem: Die benötigte Fähre über die Oder zwischen dem deutschen Aurith und dem polnischen Urad soll frühestens 2017 verkehren. Gegen eine vom Bund bezahlte Oderbrücke kämpfen die Bewohner der Ziltendorfer Niederung bereits seit Jahren.

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Traumziel Bitterfeld:
Auf der Goitzsche kreuzt
ein Seelenverkäufer
und am Horizont
erstreckt sich der
Grand Canyon des Ostens

Bitterfeld-Delitzsch: Durch den Grand Canyon des Ostens

Berlin, 5. August 2014

Ungeahnte Naturgewalten verändern die einstigen Tagebaulandschaften bei Bitterfeld. In den 1980er Jahren galt die Stadt als die dreckigste Europas. Inzwischen ist hier ein Naturparadies entanden, das stark von den Hochwassern 2002 und 2013 geprägt wurde. Benno Koch verrät am Samstag, 9. August 2014 die schönsten Entdeckungen rund um die Goitzsche.

Bitterfeld stand schon seit einiger Zeit auf meiner Liste der spektakulärsten Neuentdeckungen. Ein Dammbruch während des Mulde-Hochwassers hatte die Stadt vor elf Jahren praktisch über Nacht zur Hafenstadt gemacht. Als im August 2002 das mehr als 13 Quadratkilometer große Restloch des einstigen Tagebaus Goitzsche innerhalb von nur drei Tagen weit über den geplanten Sollpegelstand volllief, schaffte es die Stadt wieder in die bundesweiten Medien. Das Juni-Hochwasser 2013 war hier kaum weniger spektakulär und hat die Region erneut verändert. Ein gewaltiger Canyon durchschneidet heute einen alten Kiefernwald. Wenn jetzt noch die Lachse und Bären zurückkommen, könnte dieser Ort fast an die kanadische Wildnis erinnern.

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/uploads/Z3/VK/Z3VKc3B52hs-qL4Ga_kjeg/P1010520-Westpolen-Radtour-Brody-Wielotow.jpg
Westpolen zwischen
Brody und Wielotow:
Es gibt noch Traumstraßen
für Fahrradtouristen -
genau hier,
wo ein 140 Meter tiefes
Braunkohleloch jedes
Leben auslöschen soll

Tour-Tagebuch Westpolen: Im Vorgarten zum Paradies

Berlin, 4. August 2014

Die Neugierde ist grenzenlos. Fast 40 Radio-Eins-Hörerinnen und Tagesspiegel-Leser machten zwei Tagesausflüge östlich der Neiße am vergangenen Samstag und Sonntag zur spannenden Entdeckungsreise. Doppelt so viele wie geplant. Dass Westpolen ganz oben auf der Liste Rad fahrender Genießer steht, beschreibt eine neue Seite im Tour-Tagebuch von Benno Koch.

Eine rotbraune Giftbrühe durchfließt in diesen Tagen den Spreewald. Ein Ort an dem man nicht mehr baden kann. Und genaugenommen nicht mehr hinfahren will. Das Märchen billiger Energie aus der Braunkohleförderung ist grandios gescheitert. Gewinne aus der Braunkohle wurden privatisiert. Die Altlasten der ausgekohlten Restlöcher stattdessen verstaatlicht und die Kosten gut versteckt der Allgemeinheit überlassen. Dieses Schicksal soll nun auch Westpolen erleiden. Östlich der Neiße ist ein 140 Meter tiefer Braunkohletagebau geplant, der mehr als doppelt so groß wie der bei Jänschwalde auf der deutschen Neißeseite werden soll. Zwei Drittel der betroffenen Bewohner in Polen zwischen Gubin und Brody wollen sich wehren. Auch mit einer internationalen Menschenkette am Samstag, 23. August 2014.

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Radio Eins Radtourentipp (3): Radfahren in Polen

Berlin, 29. Juli 2014

Polen ist noch immer touristisches Neuland. Dabei macht der Spagat zwischen einer Reise in die Vergangenheit und dem rasanten Aufbruch in die Gegenwart das Land so spannend wie kaum ein anderes in Europa. Benno Koch verrät am heutigen Dienstag, 29. Juli 2014 im Radio Eins Interview um kurz nach Zwölf die schönsten Strecken durch den Fahrradsommer. Und am Samstag nach der Sendung (2. August 2014) gibt's die 50 Kilometer kurze Strecke als geführte Radtour zum Mitradeln.

Natürlich hat Friedrich Liechtenstein sein Video Belgique, Belgique nicht in Brüssel, sondern in Danzig gedreht. So alte Züge und so schöne Hafenanlagen gibt es nur hier. Zehn Jahre nach dem EU-Beitritt hat sich Polen aber auch rasant modernisiert. Kaum ein Marktplatz ist nicht saniert worden, neue Niederflurtriebwagen mit großen Mehrzweckabteilen für die Fahrradmitnahme wurden angeschafft, die neuen SPA-Hotels lassen ein ungekanntes Urlaubsgefühl aufkommen.

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Schlosspark Brody:
Baumriese im Schlosspark
Brody (Pförten)
auf dem Weg nach Wielotów
in Dorotas Gartencafé

Westpolen: Brühlsches Schloss und Dorotas Gartencafé

Berlin, 28. Juli 2014

Alle hatten ihr abgeraten. Selbst ihr Vater. Heute ist der abgelegene Hof von Dorota Schewior ein Musterbeispiel was geht. In einer Region, die noch immer viele Chancen verpasst. Und die von einem neuen Braunkohletagebau bedroht ist. Am Samstag, 2. August 2014 verrät Benno Koch die spannendsten Entdeckungen östlich der Neiße.

Wielotów ist ein beschauliches Dorf in der Woiwodschaft Lebus. Doch Wielotów ist anders. Über die sanften Hügel am Ortsausgang erstrecken sich bis zum Horizont Erdbeer-, Himbeer-, Brombeer- und Spargelplantagen. Als Dorota Schewior 1995 hier anfing ihren Traum zu verwirklichen, haben ihr alle abgeraten. Auch ihr Vater. Dorota ist in Wielotów aufgewachsen und hat zunächst wie viele ihrer Generation das karge Land verlassen. Spätestens als sie vor sechs Jahren das Gartencafé samt Hofladen öffnete, wurde ihr Erfolg für jeden sichtbar.

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Müritz Nationalpark
am Käflingsberg:
Sieht so ein gefährlicher
Radweg aus?
Der Landkreis findet ja und
sperrt den Müritz-Rundweg
hier für Fahrradfahrer

Wilder Osten im Müritz-Nationalpark

Berlin, 21. Juli 2014

Der größte Binnensee und der größte Nationalpark Deutschlands sind der Inbegriff endloser Natur. Mecklenburg-Vorpommern war in den 1990er Jahren so etwas wie der Vorreiter für den Fahrradtourismus in den neuen Ländern. Auf einer 50 Kilometer kurzen Radtour verrät Benno Koch am Samstag, 26. Juli 2014 die schattigsten Wege am Ostufer der Müritz.

Als andere Bundesländer in den 1990er Jahren noch darüber diskutierten, ob Radfahren weiter als zum Bäcker um die Ecke denn überhaupt möglich sei, stiegen schon die Hälfte Feriengäste zwischen Müritz und Ostsee im Urlaub aufs Fahrrad. Irgendwann in den 2000er Jahren blieb die Entwicklung dann hier scheinbar einfach stehen. Als mitten im Müritz-Nationalpark im Herbst 2011 ein ausgebauter Radweg des Müritz-Rundweges für Radfahrer gesperrt wurde, landete die Region auf der Schwarzen Liste vieler Fahrradtouristen.

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/uploads/4y/ga/4ygaKzOmHeaL0fbp59ZH4Q/P1000902-Hofjagdweg-Schloss-Koenigs-Wusterhausen.jpg
Jagdschloss
Königs Wusterhausen:
Heute brechen von hier
Fahrradtouristen auf dem
neuen Hofjagdweg
in den Spreewald auf

Tour-Tagebuch Hofjagdweg: Ex und Hop war gestern

Berlin, 20. Juli 2014

Es ist der Aufsteiger des Jahres 2014: Der neue Hofjagdweg. Erstmals gibt es im Südosten Berlins kurz hinter der Stadtgrenze so etwas wie einen Wohlfühl-Radweg. Doch der jetzt asphaltierte Abschnitt bis Groß Köris kann nur der Anfang sein. Falls es ernst werden soll mit dem Fahrradtourismus in der Region. Dass die Zeiten von Ex und Hop vorbei sind, beschreibt eine neue Seite im Tour-Tagebuch von Benno Koch.

Nach dem Radweg des Jahres auf der Spur der Steine durch die Uckermark gibt es nun auch einen Aufsteiger des Jahres. Ganz inoffiziell natürlich. Fahrradexperte Benno Koch hat diesmal den Hofjagdweg im Radio Eins Radtourentipp ausgezeichnet. Doch während der Abschnitt von Königs Wusterhausen bis Groß Köris in diesem Jahr erstmals (fast) vollständig asphaltiert nutzbar ist, ist weiter südlich am Fuße des Wehlaberges und im Bereich der Lübbener Teiche kein Radfernweg erkennbar.

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Rad und Yoga
Tempelhofer Freiheit:
Entspannend wie
ein Tag Urlaub -
mitten im grünen Berlin

Tour-Tagebuch Rad und Yoga: Tempelhofer Feld

Berlin, 20. Juli 2014

Yoga hat vor allem auch viel mit rumliegen zu tun. Und mit ganz sanften Bewegungen. Wie gut diese mit einer Radtour zu verbinden sind, war auch für Swami Gurusharananada eine Überraschung. Der Mann aus Indien ist seit seiner Kindheit nicht mehr Rad gefahren. Am vergangenen Mittwoch celebrierte der Yogameister das Finale der ersten Staffel Rad und Yoga auf dem Tempelhofer Feld.

Diese Radtour sollte nur rund 30 Kilometer kurz werden. Vom Berliner Hauptbahnhof zum Stadtrand nach Schönefeld. Auf der Hälfte der Strecke unterbrochen von anderthalb Stunden Yoga. Und das Workout mit Rad und Yoga wurde zu einem würdigen Finale der neuen Serie am Mittwoch Abend.

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Radio Eins Radtourentipp (2): Aufsteiger des Jahres 2014

Berlin, 15. Juli 2014

Der neue Hofjagdweg hat sich den Titel Aufsteiger des Jahres verdient. Benno Koch verrät am heutigen Dienstag, 15. Juli 2014 im Radio Eins Interview um kurz nach Zehn die schönsten Strecken durch den Fahrradsommer. Und am Samstag nach der Sendung (19. Juli 2014) gibt's die 65 Kilometer kurze Strecke als geführte Radtour zum Mitradeln.

In der vergangenen Woche ging es im Radio Eins Radtourentipp um die Fahrradmitnahme in der Regionalbahn. Gerade Fahrradtouristen sind oft für die Rückfahrt von einer Radtour auf die Bahn angewiesen. Aber nicht immer muss man sein Rad im Zug mitnehmen. Zum Beispiel im Alltag auf dem Weg zur Arbeit parken hunderttausende Pendler in Berlin und Brandenburg ihr Fahrrad am Bahnhof und nutzen ohne Rad die S-, U- und Regionalbahnen. Doch in 25.175 Fällen endete 2013 in Berlin der Tag ohne Fahrrad. Die Fahrraddiebstahlzahlen sind im 10-Jahresvergleich konstant hoch. Und sogar leicht steigend. Alle zehn Fahrraddiebstahl-Häufungspunkte in Berlin sind Bahnhöfe.

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Neuer Hofjagdweg:
Zwischen
Königs Wusterhausen
und Groß Köris ist
der Asphaltstreifen
seit Juli 2014 perfekt
- bis auf die Dorfstraße
Krummensee

Aufsteiger des Jahres: Hofjagdweg Königs Wusterhausen-Lübben

Berlin, 14. Juli 2014

Er war jahrelang der schlechteste Radweg Brandenburgs. Mitte Juli 2014 ist es nun auch offiziell geschafft: Der neue Asphaltstreifen von Königs Wusterhausen bis Groß Köris ist befahrbar. Nach dem Radweg des Jahres, der Spur der Steine, hat sich der Hofjagdweg damit auch einen Titel verdient. Als Aufsteiger des Jahres 2014 in Brandenburg. Ganz inoffiziell natürlich.

In Königs Wusterhausen führt die neue Fuß- und Fahrradbrücke hinüber zur Mühleninsel und zum Jagdschloss. Friedrich Wilhelm I. nutzte das Anwesen nach 1713 als bescheidene Sommerresidenz und bescherte dem Ort so den König vor dem Wusterhausen. Heute schlängelt sich der 64 Kilometer lange Hofjagdweg in Anlehnung an die einstigen Jagdreviere des Soldatenkönigs südwärts bis zum Schloss Lübben. Am Samstag, 19. Juli 2014 verrät Benno Koch die schönsten Entdeckungen auf dem neuen Hofjagdweg.

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Radweg des Jahres
Spur der Steine:
Zwischen Sonne und Regen
quer durch die Uckermark
unterwegs

Tour-Tagebuch Spur der Steine: Was für ein Abenteuer!

Berlin, 14. Juli 2014

Der alte Bahndamm von Templin nach Fürstenwerder ist zum bestens asphaltierten Radweg geworden. Unter dem Namen Spur der Steine führt die Piste durch die Uckermark bis an die Grenze Mecklenburgs. Am vergangenen Samstag testeten 20 Radio Eins Hörerinnen und Hörer auf 65 Kilometer diesen Radweg des Jahres und Abschnitte weiterer Radfernwege. Und auch ein Bus wird eine Rolle spielen.

Ein Traumtag war geplant. Und dann kam alles anders. Aber der Reihe nach: Die Deutsche Bahn wird im Vergleich zu ihren privaten Mitbewerbern immer besser: Der Minizug von Berlin-Lichtenberg nach Templin fuhr diesmal in Doppeltraktion, so dass nicht nur unsere 20 Räder problemlos in die Mehrzweckabteile passten, sondern auch die vielen anderen Fahrgäste. Templin hat augenscheinlich Potential.

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Radio Eins Radtourentipp: Radweg des Jahres 2014

Berlin, 8. Juli 2014

Der alte Bahndamm Templin-Fürstenwerder wird zum Radweg des Jahres. Benno Koch verrät am heutigen Dienstag, 8. Juli 2014 im Radio Eins Interview um kurz nach Zehn die schönsten Strecken durch den Fahrradsommer. Und am Samstag nach der Sendung (12. Juli 2014) gibt's die 60 Kilometer kurze Strecke als geführte Radtour zum Mitradeln.

Für Fahrradtouristen ist die Verbindung von Rad und Bahn selbstverständlich. Gerade auch diejenigen, die sonst als Autofahrer unterwegs sind, steigen auf dem Rückweg von der Radtour in die Regionalbahn. Wie funktioniert die Verbindung von Rad und Bahn, was muss man beachten, wo ist mehr, wo ist weniger Platz in den Zügen? Mit den richtigen Tipps kann alles einfach und stressfrei werden.

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Swami Gurusharananada:
Der indische Yogalehrer
(Bildmitte) wird am
Mittwoch, 16. Juli 2014
ein anderthalbstündiges
Yogatraining auf der
Tempelhofer Freiheit
zelebrieren

Neue Serie: Rad und Yoga zur Tempelhofer Freiheit

Berlin, 7. Juli 2014

Keine andere gesunde Bewegung lässt sich so problemlos in den Alltag einbauen wie das Rad fahren in der Stadt. Wenn man weiß wie es geht. Fahrradexperte Benno Koch und Yogalehrerin Lieselotte Wertenbruch gehen sogar noch einen Schritt weiter: An den Stränden und in den Parks Berlins verbinden sie Rad und Yoga. Immer mittwochs. Natürlich auch für Anfänger. Nächster Termin: Mittwoch, 16. Juli 2014, 18:00 Uhr Berlin Hbf.

Berlin ist eine grüne und fahrradfreundliche Stadt. Wenn man weiß wie sie wirklich funktioniert. Zwölf Fahrradhauptrouten führen von der Stadtmitte hinaus nach Brandenburg. Hinzu kommen mit den Radwegen Berlin-Usedom, Berlin-Kopenhagen, Berlin-Leipzig, Spree-Radweg, Havel-Radweg, dem Berliner Mauerweg und dem Europaradweg R1 sieben überregionale Radfernwege. Nicht alle Wege sind bisher perfekt. Auf vielen kommt man jedoch erstaunlich entspannt durch die Metropole. Und noch besser, wenn man den einen oder anderen Geheimtipp kennt.

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Reste der Berliner Mauer
in Teltow:
Die friedliche Revolution
in der DDR 1989 war ein
Glücksfall der Geschichte -
wie das Ende von Diktaturen
in anderen Teilen der Welt
noch immer zeigt

25 Jahre Berliner Mauerfall: Spurensuche in Dreilinden

Berlin, 7. Juli 2014

In genau einem Monat jährt sich der Bau der Berliner Mauer zum 53. Mal. Doch vor allem die friedliche Revolution und das Ende von Mauer und Stacheldraht ist seit einem Vierteljahrhundert Geschichte. Jetzt ist die richtige Zeit für eine Spurensuche. Benno Koch verrät am Sonntag, 13. Juli 2014 die spannendsten Entdeckungen im einst geteilten Berlin.

Mehr als 160 Kilometer führt der Berliner Mauerweg rund um das ehemalige Berlin (West). Nachdem der ursprüngliche Postenweg der DDR-Grenztruppen bis 1990 auf zwei Dritteln der Strecke entsiegelt und zerstört wurde, entstanden in den vergangenen Jahren viele Abschnitte neu. Die Chance auf einen wirklichen Radfernweg hat Berlin jedoch bis heute verpasst. Nur wenige Abschnitte wie der am Treptower Teltowkanal im Schatten der Autobahn wurden kreuzungsfrei und bestens asphaltiert für Radfahrer ausgebaut. Doch in Dreilinden soll es auf dieser Radtour um das ganze Gegenteil gehen: Was ist übriggeblieben von den Relikten der Mauerstadt?

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Radweg Spur der Steine:
Der Asphaltstreifen auf
dem alten Bahndamm
Templin-Fürstenwerder
ist im Sommer 2014
durchgängig befahrbar

Radweg des Jahres: Bahndamm Templin-Fürstenwerder

Berlin, 7. Juli 2014

Vor drei Jahren wurde schon einmal ein alter Bahndamm zum Radweg des Jahres. Im Sommer 2011 ging der Titel an die Stille Pauline im Rhinluch. Nun ist der alte Bahndamm Templin-Fürstenwerder an der Reihe. Bestens asphaltiert ist hier in der Uckermark ein Traum für Fahrradtouristen Wirklichkeit geworden. Es ist der Radweg des Jahres 2014 in Brandenburg. Ganz inoffiziell natürlich.

Im Jahre 1913 wurde die 37 Kilometer lange Staatsbahnlinie Templin-Fürstenwerder eröffnet. Doch bereits im Juni 1945 mussten die Gleise als Kriegsreparation wieder demontiert werden. Nach jahrelangen Bauarbeiten ist der neue Asphaltstreifen für Radfahrer auf dem alten Bahndamm mit dem etwas holprigen Namen "Spur der Steine" nun komplett. Am Samstag, 12. Juli 2014 verrät Benno Koch die schönsten Entdeckungen quer durch die Uckermark.

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Neuer Hofjagdweg:
Die Fahrradstraßen zwischen
Königs Wusterhausen und
Groß Köris sind im Juli 2014
fertig - jetzt fehlen nur noch
die Fahrradstraßenschilder

Neuer Hofjagdweg: Der alte Soldatenkönig wäre neidisch

Berlin, 3. Juli 2014

Er war jahrelang der schlechteste Radweg Brandenburgs. Im Juli 2014 ist es endlich geschafft. Der neue Asphaltstreifen von Königs Wusterhausen bis Groß Köris ist fertig. Jetzt fehlt nur noch die Ortsdurchfahrt Krummensee. Und ein paar Fahrradstraßenschilder. Am Sonntag, 6. Juli 2014 verrät Benno Koch die schönsten Entdeckungen im Fahrradsommer.

Lautlos gleitet der Solar-Katamaran über die Dahme. Der Platz für Fahrräder an Deck hat sich vervielfacht. Der alte Berliner Ausflugsbezirk Köpenick könnte jetzt ganz vorsichtig aus dem Tiefschlaf erwachen. Die Sanierung der Müggelturm-Ruinen als einst wichtigstem Ausflugsziel hat begonnen. Von hier oben hat man einen unfassbar schönen Ausblick über den Amazonas Ostberlins bis weit nach Brandenburg. Und mit der Anbindung an den neuen Hofjagdweg etwas weiter südlich in Königs Wusterhausen, könnte sogar der erste Lückenschluss für Fahrradtouristen nach Brandenburg gelingen. Ein wichtiges Zwischenziel ist jetzt erreicht.

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/uploads/ZB/ic/ZBicWyb36hTuFb1DqrZkaw/P1170156-Tangermuende-Sommerregen-Radtour-Elbe-Radweg.JPG
Hansestadt Tangermünde:
So schön kann
Sommerregen sein -
Blick vom Kapitelturm
auf die Altstadt.

Elbe-Radweg: Traumziel Kaiser- und Hansestadt Tangermünde

Berlin, 30. Juni 2014

Der Elbe-Radweg ist der beliebteste Radfernweg Deutschlands. Mit insgesamt sieben einstigen Hansestädten in der Altmark ist der Abschnitt durch Sachsen-Anhalt geschichtlich einer der interessantesten. Am Samstag, 5. Juli 2014 verrät Benno Koch die schönsten Fahrradstrecken durch den Sommer.

Die sanierte Altstadt des 1.000jährigen Tangermünde ist ein Traumziel für Fahrradtouristen. Doch vor einem Jahr war im Elbe-Hochwasser 2013 einiges anders: Direkt gegenüber bei Fischbeck brach bei einem Pegel von 8,38 Meter ein Deich und verwandelte den sonst schmalen Strom in einen riesigen See. Während die Altstadt Tangermünde auf einer Hochebene liegt und verschont blieb, wurden selbst die Bahngleise auf der Elbbrücke überspült. Die folgende Streckensperrung hier führte bundesweit zu einem monatelangen Bahnchaos auf einer der wichtigsten ICE-Linien. Heute liegt der Pegel bei 1,69 Meter, die Züge verkehren planmäßig und auch der Elbe-Radweg ist bis auf kleine Umleitungen wieder befahrbar.

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Lieselotte Wertenbruch:
Die 46jährige ist seit 2006
Yogalehrerin.
Ab sofort startet jeden
Mittwoch Abend ein
dreistündiges Workout mit
Rad und Yoga durch Berlin.

Neue Serie: Rad und Yoga von Mitte zum Gut Kladow

Berlin, 30. Juni 2014

Keine andere gesunde Bewegung lässt sich so problemlos in den Alltag einbauen wie das Rad fahren in der Stadt. Wenn man weiß wie es geht. Fahrradexperte Benno Koch und Yogalehrerin Lieselotte Wertenbruch gehen sogar noch einen Schritt weiter: An den Stränden und in den Parks Berlins verbinden sie Rad und Yoga. Immer mittwochs. Natürlich auch für Anfänger. Nächster Termin: Mittwoch, 2. Juli 2014, 18:00 Uhr Berlin-Hauptbahnhof.

Berlin ist eine grüne und fahrradfreundliche Stadt. Wenn man weiß wie sie wirklich funktioniert. Zwölf Fahrradhauptrouten führen von der Stadtmitte hinaus nach Brandenburg. Hinzu kommen mit den Radwegen Berlin-Usedom, Berlin-Kopenhagen, Berlin-Leipzig, Spree-Radweg, Havel-Radweg, dem Berliner Mauerweg und dem Europaradweg R1 sieben überregionale Radfernwege. Nicht alle Wege sind bisher perfekt. Auf vielen kommt man jedoch erstaunlich entspannt durch die Metropole. Und noch besser, wenn man den einen oder anderen Geheimtipp kennt.

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/uploads/by/4A/by4AOs76jmgV6ChVh2r-Kw/CIMG1725-Woldegk-Museumsmuehle-Radtour-Mecklenburg.jpg
Museumsmühle Woldegk:
Natürlich war das Landleben
nie so romantisch wie heute.
Vor 200 Jahren mussten noch
75 Prozent aller Menschen in
der Landwirtschaft schuften.

Seenlandschaft, Gutsdörfer, Windmühlenstadt

Berlin, 26. Juni 2014

Die Spuren von Hans Fallada in Feldberg und Carwitz waren Anfang der 1990er Jahre ein Sehnsuchtziel vieler Berliner. Dann wurde im Jahr 2000 die Bahnlinie von Neustrelitz nach Feldberg stillgelegt. Für Fahrradtouristen verlängerten sich die Wege, viele Tagestouren waren nicht mehr möglich. Am Samstag, 28. Juni 2014 verrät Benno Koch was am Rande der Mecklenburgischen Seenplatte gehen kann.

Es sollte alles besser werden. Wie immer, wenn Bahnstrecken stillgelegt werden. Angeblich fährt der Ersatzbus anschließend häufiger. Natürlich wird auch die Fahrradmitnahme möglich sein. Die Realität in Mecklenburg-Vorpommern ist dagegen ernüchternd: Erst fährt der Bus seltener. Schließlich gar nicht mehr. Es wird schon niemand merken. Fahrradmitnahme? Gibt es nicht. Vielleicht mit Voranmeldung.

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Müggelturm:
Das einst wichtigste
Ausflugsziel Ost-Berlins
erwacht im Sommer 2014
zu neuem Leben

Neue Serie: Workout durch Berlin zum Müggelturm

Berlin, 23. Juni 2014

Keine andere gesunde Bewegung lässt sich so problemlos in den Alltag einbauen wie das Rad fahren in der Stadt. Wenn man weiß wie es geht. In einer neuen Serie stellt Fahrradexperte Benno Koch in jeder Woche eine andere grüne Route durch Berlin vor. Immer mittwochs. Natürlich auch für Anfänger. Nächster Termin ist Mittwoch, 25. Juni 2014 um 18:00 Uhr am Berliner Hauptbahnhof.

Berlin ist eine grüne und fahrradfreundliche Stadt. Wenn man weiß wie sie wirklich funktioniert. Zwölf Fahrradhauptrouten führen von der Stadtmitte hinaus nach Brandenburg. Hinzu kommen mit den Radwegen Berlin-Usedom, Berlin-Kopenhagen, Berlin-Leipzig, Spree-Radweg, Havel-Radweg, dem Berliner Mauerweg und dem Europaradweg R1 sieben überregionale Radfernwege. Nicht alle Wege sind bisher perfekt. Auf vielen kommt man jedoch erstaunlich entspannt durch die Metropole. Und noch besser, wenn man den einen oder anderen Geheimtipp kennt.

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/uploads/ih/ze/ihzexEN8ThQlmKl3h2tl6A/P1380432-Barnimer-Feldmark-Trappenfelde-Vorschau.jpg
Trappenfelde:
Die Barnimer Feldmark
hat vieles von dem
was Touristen suchen

Regionalparkroute: Feldmark von Hönow nach Bernau

Berlin, 16. Juni 2014

Auf offiziell 330 Kilometern umrundet die Regionalpark Fahrradroute die Bundeshauptstadt. Es könnte der wichtigste Radfernweg am Berliner Stadtrand werden. Das Konzept wurde überarbeitet und eine neue Fahrradwegweisung aufgebaut. Am Sonntag, 22. Juni 2014 verrät Benno Koch die schönsten Entdeckungen im märkischen Fahrradsommer.

Seit zehn Jahren gibt es eine Fahrradroute durch die acht Brandenburger Regionalparks. Gemerkt hat das bisher vermutlich niemand. Einen Investitionsetat gab es nicht, ein Ausbau fand nicht statt. Winzige Schilder in Form einer Blüte ohne nachvollziehbare Informationen sollten einen Weg weisen. Jetzt könnte alles anders werden.

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Traumziel
Schloss Boitzenburg:
Hier ist der neue
touristische Mittelpunkt
der Uckermark -
gleich um die Ecke in der
Schokoladenmanufaktur

Sommersonnenwende auf dem Uckermärkischen Radrundweg

Berlin, 16. Juni 2014

Es ist der längste Tag des Jahres. Und die endlosen Weiten der Uckermark sind der passende Ort für den Sommeranfang: Asphaltierte Radwege, dichte Wälder, klare Seen, verzauberte Schlösser und versteckte Kleinode. Am Samstag, 21. Juni 2014 verrät Benno Koch die schönsten Wege durch den Fahrradsommer.

Normalerweise ist hier der Weihnachtsmann mit seinem Gefolge unterwegs. Von Fürstenberg nach Himmelpfort führt ein Abschnitt des Uckermärkischen Radrundweges. Natürlich hat auch der Weihnachtsmann längst den Rauschebart abgenommen und die Fahrradshorts angezogen.

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Schlossareal Doberlug
(Foto: Heike Lehmann):
Strahlend schön präsentiert
sich das Schlossareal
samt Klosterkirche und
Refektorium zur ersten
Brandenburgischen
Landesausstellung 2014

Sächsisches Preußen mitten in Brandenburg

Berlin, 10. Juni 2014

Das 1165 gegründete Kloster Dobrilugk hat mit Hirthsbergh und Liuenwerde eines gemein: Mehr als die Hälfte Sachsens wurde nach dem Wiener Kongress 1815 preußisch. 200 Jahre später ist man ganz entspannt: Preußen küsst Sachsen heißt die erste Brandenburgische Landesausstellung. Am Samstag, 14. Juni 2014 verrät Benno Koch die schönsten Wege durch die Mark. Wo das Land plötzlich mehr als eine märkische Streusandbüchse ist.

Doberlug-Kirchhain war jahrzehntelang der Inbegriff des hässlichen Entleins. 1937 musste Dobrilugk den irgendwie zu slawisch klingenden Namen abgeben. 1950 kam die Doppelstadthälfte Kirchhain dazu. Das Schloss Doberlug diente bereits nach 1815 als Gerichts-, Forst- und Steueramt, später als Gefängnis und schließlich ab 1950 als Kaserne für die kasernierte Volkspolizei. 1959 wurde das Schlossareal mit den Baracken der Nationalen Volksarmee endgültig aus der Liste der Jahrhunderte alten Sehenswürdigkeiten gestrichen. Ein Ort, den man nicht freiwillig besuchen wollte. Auch nach dem Fall der Berliner Mauer nicht.

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/uploads/bD/Dc/bDDcMUYw3Cbr0y7FdYMo7g/Rad-und-Yoga-Kooperation-Fahrradexperte-Benno-Koch-und-Yogalehrerin-Lieselotte-Wertenbruch-Vorschau.jpg
Lieselotte Wertenbruch:
Die 46jährige ist seit 2006
Yogalehrerin.
Ab sofort startet jeden
Mittwoch Abend ein
dreistündiges Workout mit
Rad und Yoga durch Berlin.

Neue Serie: Workout mit Rad und Yoga durch Berlin

Berlin, 8. Juni 2014

Keine andere gesunde Bewegung lässt sich so problemlos in den Alltag einbauen wie das Rad fahren in der Stadt. Wenn man weiß wie es geht. In einer neuen Serie gehen Fahrradexperte Benno Koch und Yogalehrerin Lieselotte Wertenbruch sogar noch einen Schritt weiter: An den Stränden und in den Parks Berlins verbinden sie Rad fahren mit einer Stunde Yoga. Immer mittwochs. Und natürlich auch für Anfänger.

Berlin ist eine grüne und fahrradfreundliche Stadt. Wenn man weiß wie sie wirklich funktioniert. Zwölf Fahrradhauptrouten führen von der Stadtmitte hinaus nach Brandenburg. Hinzu kommen mit den Radwegen Berlin-Usedom, Berlin-Kopenhagen, Berlin-Leipzig, Spree-Radweg, Havel-Radweg, dem Berliner Mauerweg und dem Europaradweg R1 sieben überregionale Radfernwege. Nicht alle Wege sind bisher perfekt. Auf vielen kommt man jedoch erstaunlich entspannt durch die Metropole. Und noch besser, wenn man den einen oder anderen Geheimtipp kennt.

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Schlabendorfer See:
Endlose Weiten und
Naturparadiese
quer durch das neue
Lausitzer Seenland
entdecken

Lausitzer Seenland: Entdeckungen an Europas größter künstlicher Seenplatte

Berlin, 5. Juni 2014

Der Tagebau Schlabendorf-Süd war bis Anfang der 1990er Jahre der größte Braunkohletagebau im Norden der Lausitz. Seit zwei Jahren ist das Restloch als Schlabendorfer See vollständig geflutet. Die einstigen Mondlandschaften verwandeln sich in überraschende Naturparadiese. Am Samstag, 7. Juni 2014 verrät Benno Koch die schönsten Entdeckungen im Frühsommer.

Der Schlabendorfer See, 80 Kilometer südlich von Berlin, ist Teil der Sielmann Naturlandschaften und ein neu erwachendes Naturparadies. Fünf Dörfer sind hier im einstigen Braunkohlebergbau verschwunden. Wanninchen ist als letztes Dorf mit einem verbliebenen Haus heute ein Naturparkzentrum. Das namensgebende Schlabendorf am anderen Ufer ist inzwischen zum Hafendorf geworden. Auf einer Gesamtfläche von 40 mal 80 Kilometern sollen 35 Seen bis zum Jahre 2018 vollständig geflutet sein und dann die größte künstliche Seenplatte Europas bilden.

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Stadtverwaltung Stettin:
Frisch restauriert
zeigt sich der Sitz des
Stadtpräsidenten.
Von 1924 bis 1927 als
Pommerscher Landtag
errichtet, wirkt dieser wie
ein Schlossensemble

Stettin: Odermetropole und endlose Weiten

Berlin, 27. Mai 2014

Stettin ist mit mehr als 400.000 Einwohnern die größte Stadt im Berliner Umland. Und sie ist eine der grünsten Metropolen. Benno Koch verrät am Donnerstag, 29. Mai 2014 (Himmelfahrt) die sonnigsten Radtouren durch die Parklandschaften Stettins und die beschaulichsten Dörfer Vorpommerns.

Es soll ein enstpannter Himmelfahrtstag werden. Satte sieben Sonnenstunden sind versprochen. Mit einem Frühstück oberhalb der Westoder kann der Tag nicht schöner beginnen. Dann geht es bereits unfassbar fantastisch über die Orionplätze der Stadt. Stimmt es wirklich, dass das Straßenbild praktisch unbemerkt von der Konstellation des Sternbildes Orion und der Anordnung der Pyramiden von Gizeh abgekupfert wurde?

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/uploads/Za/s_/Zas_0mBymWQyQZrZDzzZqQ/P1480346-Schiebelsee-Sonnenburg-Bad-Freienwalde.jpg
Ländliche Idylle:
Nicht nur Thaers Felder,
auch glasklare Seen
wie der Schiebelsee
in Sonnenburg locken
ins satte Grün

Barnimhochebene und Thaers Felder

Berlin, 22. Mai 2014

In Möglin begann vor 210 Jahren eine landwirtschaftliche Revolution. Heute wirkt die extrem dünn besiedelte Landschaft als sei die Zeit stehen geblieben. Am Samstag, 24. Mai 2014 verrät Benno Koch die spannendsten Entdeckungen im Fahrradfrühling.

Wer kennt eigentlich Albrecht Daniel Thaer? Als der Mann nach 1804 auf Gut Möglin die erste landwirtschaftliche Akademie gründete, arbeiteten in Preußen und anderswo rund drei Viertel der Menschen in der Landwirtschaft. Heute sind es in Deutschland kaum mehr als ein Prozent aller Beschäftigten. Beginnend mit Thaers verbesserter Dreifelder- und später der Fruchtwechselwirtschaft stiegen die Erträge deutlich.

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/uploads/W5/iO/W5iOCIT-eNLy2QeKYhHUTw/P1480469-Havel-Radweg-Rathenow-Boehne-Buetzer.jpg
Neuer Havel-Radweg
im Westhavelland:
Im Zickzack durch
die Feldmark und
manchmal sogar an
der Havel entlang

Havel-Radweg: Neue Wege durchs Auenland

Berlin, 15. Mai 2014

Der Naturpark Westhavelland ist seit einigen Monaten um mehrere Radweg-Abschnitte reicher. Erstmals führt der Havel-Radweg hier tatsächlich auch am Fluss entlang. Am Samstag, 17. Mai 2014 verrät Benno Koch die neuesten Wege durch den Fahrradfrühling.

Radfernwege sind überregionale Radwege. Und sie sind nie aus einem Guss. Anders als bei Bundesfernstraßen drückt sich der Bund beim Fahrradverkehr noch immer um seine Zuständigkeit. Auch Eröffnungsdaten haben eine vollkommen andere Bedeutung als sagen wir mal selbst die einer eher lokalen Verbindung für den Kfz-Verkehr. So wurde der rund 400 Kilometer lange Havel-Radweg offiziell im Juni 2008 eröffnet. Wirklich durchgängig als Radfernweg ausgebaut war dieser damals auf vielleicht der Hälfte der Strecke.

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Wuhletal und
Biesdorfer Höhe:
Eine Seilbahn braucht hier
niemand. Direkt über
der Wuhle liegt
der gleichnamige
U- und S-Bahnhof.
Von hier führt der
Grünzug zu den
Gärten der Welt.

Noch drei Jahre bis zur IGA 2017: Von Mitte durchs Wuhletal nach Hönow

Berlin, 24. April 2014

Das Wuhletal. Unendliche Weiten. "Nur mit der Seilbahn können wir das enorme Transportproblem während der IGA lösen", verkündete vor ein paar Wochen der IGA-Geschäftsführer. Es geht um 1,4 Kilometer oder 20 Minuten zu Fuß durch Berlins schönstes Fließtal. Mit dem Fahrrad sind es keine fünf Minuten. Was wirklich geht verrät Benno Koch am Sonntag, 27. April 2014 auf einer entspannten Radtour durch den Fahrradfrühling.

Das Wuhletal soll spektakulärer Schauplatz der Internationalen Gartenausstellung (IGA) Berlin 2017 werden. Die bestehende Fläche der Gärten der Welt soll dazu von heute 21 auf dann 82 Hektar zu einem großen Park erweitert und bereits Jahre vor der Eröffnung eingezäunt werden. Nach der Veranstaltung sollen die Zäune wieder fallen. Berlin und insbesondere der Bezirk Marzahn-Hellersdorf können von der IGA profitieren, immerhin stehen 32 Millionen Euro Fördergelder zur Verfügung. Hinzu kommen Einnahmen aus Eintrittsgeldern, Gastronomie und weiteren Bereichen.

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Outdoor-Workshop
Kochen mit Andreas Hille
im Orankecamp:
Samstag, 26. April 2014
startet Berlins schönste
Outdoor-Messe
für die ganze Familie

Orankecamp 2014: Start in den Outdoor-Frühling

Berlin, 24. April 2014

Als erste Outdoor-Messe Berlins startet das Orankecamp am Samstag (26. April 2014) in den Frühling. Der Strand am kleinen Orankesee verwandelt sich in eine riesige Zeltausstellung, auf dem Wasser kreuzen Kanus und Kajaks. Begleitet wird das Orankecamp von Infoständen, Workshops und Livemusik - natürlich am Lagerfeuer und mit dem legendären Pappboot-Rennen.

Am Samstag, 26. April 2014 startet das Orankecamp im grünen Villenort Alt-Hohenschönhausen. Der Orankesee verwandelt sich für ein paar Stunden in ein wunderbares Camp für Outdoorer - und ist nicht nur für Paddler, Kletterer und Radreisende ein Muss. Auf die lieben Kleinen wartet wieder die Pappboot-Werft mit einer Extraschicht und dem anschließenden Pappboot-Rennen. Und nicht nur für die Kleinen, sondern auch für die Großen werden die Bands auf der Orankecamp-Bühne den passenden Soundtrack zum Outdoor-Abenteuer liefern.

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/uploads/fA/zX/fAzXEHnCVc_HAfJDB9MpjQ/P1470783-Radweg-Spur-der-Steine-Alter-Bahndamm-Templin-Fuerstenwerder.jpg
Radweg Spur der Steine
und naive Kunst
in Fürstenwerder:
Natürlich ist der neue
Radweg auf dem alten
Bahndamm
Templin-Fürstenwerder
ohne jeder spürbare
Steigung zu befahren

Radweg Spur der Steine: Bahndamm Templin-Fürstenwerder fertig

Berlin, 16. April 2014

Vor genau 101 Jahren wurde die knapp 37 Kilometer lange Staatsbahnlinie Templin-Fürstenwerder eröffnet. Bereits im Juni 1945 wurden die Gleise als Kriegsreparation wieder demontiert. Im Frühjahr 2014 ist der neue Asphaltstreifen auf dem alten Bahndamm nun komplett. Und am Sonntag, 20. April 2014 verrät Benno Koch die schönsten Osterüberraschungen am neuen Radweg Spur der Steine.

Die Idee für einen Radweg von Templin nach Fürstenwerder entstand spätestens Anfang der 1990er Jahre. Im Rahmen einer Arbeitsbeschaffungsmaßnahme wurde der alte Bahndamm beräumt und als "U5-Radweg" 1998 notdürftig ausgeschildert. Schlaglöcher, Schlamm und Holperpisten ließen den Erfolg jedoch ausbleiben - nur wenige Fahrradtouristen verirrten sich hierher. In den vergangenen fünf Jahren ist nun ein nachhaltiger Ausbau erfolgt. Meist drei Meter breit, bestens asphaltiert und sogar über viele der historischen Brücken geht es durch eine für Brandenburg überraschende Landschaft.

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Der Alte Fritz:
Hermann Lamprecht
aus Teltow
will in Potsdam
nach seinen
Untertanen schauen

Ostersamstag: Mit dem Alten Fritz durch Preußens Arkardien

Berlin, 10. April 2014

Vor 197 Jahren fand die erste Radtour im Mannheimer Schlossgarten statt. Und natürlich lassen sich die ausgedehnten Kulturlandschaften zwischen Potsdam und Werder auch heute am schönsten mit dem Fahrrad entdecken. Am Samstag, 19. April 2014 verrät Benno Koch die schönsten Osterausflüge in der Hauptstadtregion.

Radfahren ist gerade mit den historischen Schlossgärten eng verbunden. Nachdem das Fahrrad vor 197 Jahren am 12. Juni 1817 von Karl Friedrich Christian Ludwig Freiherr Drais von Sauerbronn offiziell erfunden wurde, war es zunächst ein Zeitvertreib für Adlige. Heute sind die kilometerlangen asphaltierten Hauptwege in den von der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten (SPSG) verwalteten Gärten natürlich zum Rad fahren freigegeben. Auch für die einstigen Untertanen. Und genau nach jenen Rad fahrenden Untertanen will der Alte Fritz am Ostersamstag schauen. Ganz zufällig. Extra für diese Radtour.

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/uploads/8V/1q/8V1qixsmcE5lr6WN-SjtgA/P1470579-Adonisroeschen-Mallnow-Oder-Neisse-Radweg.jpg
Die Farben der märkischen
Streusandbüchse:
Die kleinen Adonisröschen
sind das Sehnsuchtsziel
am Oder-Neiße-Radweg
zwischen Mallnow, Lebus
und Frankfurt (Oder)

Adonisröschen am schöneren Oder-Neiße-Radweg

Berlin, 10. April 2014

Das Oder-Hochwasser 1997 war ein Glücksfall für den Fahrradtourismus. Mit dem Neubau der Deiche entstanden die besten Fahrradstraßen Brandenburgs - die rechtlich gar keine sind. Frankfurt (Oder) tut sich als größte Stadt dagegen schwer mit dem Thema Fahrrad. Auch wenn der erste Deich seit mehr als zehn Jahren fertig, jedoch bis heute praktisch unbekannt ist. Am Sonntag, 13. April 2014 verrät Benno Koch die blumigsten Ausflüge im Fahrradfrühling.

Es ist Sonntag Nachmittag Anfang April. Die Sonne scheint. Schönste Ausflugszeit. Der Doppeltriebwagen der Regionalbahn RB60 fährt im Bahnhof Schönfließ ein. Weniger als zehn Fahrgäste sind im Zug. Außer mir steigt niemand aus. Bis zum Sehnsuchtsziel in Mallnow sind es zwei Kilometer. Angeblich wandern die Menschen in Brandenburg gerne. Hier wandert niemand. Der Wanderweg ist die Landstraße. Doch dann öffnet sich die Landschaft an den Oderhängen. So schön, dass die gelb leuchtenden Adonisröschen eigentlich nur das I-Tüpfelchen der Szenerie sein können.

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/uploads/t7/s8/t7s8xU7HJYvL9je2SEodWw/P1460739-Radweg-Berlin-Usedom-Schreiadler-Steinhoefel-Stegelitz-Uckermark.jpg
Schreiadler-Radweg:
Die Provinzposse zwischen
Steinhöfel und Stegelitz
geht in die Verlängerung:
Auf der Westseite der A11
bestens asphaltiert,
sollen auf der Ostseite
kleine gegen große
Feldsteine wieder
ausgetauscht werden

Uckermark: Bahndamm, Picknickkorb und Schreiadler

Berlin, 10. April 2014

Gleich drei Neuigkeiten warten in diesen Tagen in der Uckermark auf Entdecker: Der alte Bahndamm Templin-Fürstenwerder ist nun fast durchgängig als Radweg asphaltiert. In Groß Fredenwalde will eine Gräfin Picknickkörbe im Stil von Monet unters Volk bringen. Und Deutschlands bekanntester Schreiadler wird am Radweg Berlin-Usedom zurück erwartet. Am Samstag, 12. April 2014 verrät Benno Koch die schönsten Abenteuer im Fahrradfrühling.

Die 37 Kilometer lange einstige Staatsbahnlinie von Templin nach Fürstenwerder hat ihre Verwandlung fast abgeschlossen. Bereits im Juni 1945 wurden hier die Gleise als Reparationsleistung demontiert. Im Frühjahr 2014 ist auch der südliche Abschnitt im Bereich des einstigen Bahnhofes Metzelthin nun fast durchgängig als Radweg asphaltiert.

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Traumziel Elbauen:
500 Jahre Reformation,
Fotoshooting mit Luther
und 250 Jahre
Dessau-Wörlitzer
Gartenreich

Elbe-Radweg und Dessau-Wörlitzer Gartenreich

Berlin, 2. April 2014

Der Elbe-Radweg in Sachsen-Anhalt verbindet die größte Dichte an UNESCO-Weltkulturerben mit Deutschlands beliebtesten Radfernweg. Am Samstag, 5. April 2014 verrät Benno Koch die schönsten Strecken von Wittenberg durchs zartgrüne Dessau-Wörlitzer Gartenreich. Natürlich mit Rückenwind.

Möglicherweise hat es den Thesenanschlag an der Wittenberger Schlosskirche nie gegeben. Zumindest Martin Luther selbst soll in seinen Briefen und Werken nie von dem auf den 31. Oktober 1517 datierten Ereignis berichtet haben. Heute ist Wittenberg nicht nur an der Schlosskirche, sondern auch am Schloss, der Stadtkirche St. Marien, dem Arsenalplatz (dem neuen Zentralen Besucherempfang) und dem Augusteum (einem der ältesten Universitätsgebäude Deutschlands) eine spannende Baustelle. Bevor in drei Jahren weltweit 500 Jahre Reformation der Kirche gefeiert werden, will sich die Stadt in der alles begann fein machen.

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Jarosław Jaśnikowski:
Der Mann aus dem
westpolnischen Legnica
spricht kein Englisch
und natürlich kein Deutsch,
seine fantastische
Bildsprache
versteht jedoch jeder

Stettin: Fantasy im Straßenbahn-Depot

Berlin, 28. März 2014

Sein Lieblingsbild ist das der Kolej Transsyberyjska. Jarosław Jaśnikowski holt unsere Träume mit seiner Malerei in eine fantastische Wirklichkeit. So plastisch, dass Jules Verne vermutlich neidisch geworden wäre. Benno Koch verrät am Samstag, 29. März 2014 die dunkelsten Fantasy-Katakomben in Stettin. Und natürlich die sonnigsten Radtouren durch die Parks der grünen Stadt.

Es war ein Freitag Abend vor drei Wochen. Jarosław Jaśnikowski feiert seine Ausstellungseröffnung in Stettin. Ein Dutzend Besucher verirrt sich zur Vernissage im neuen Verkehrsmuseum der Stadt. Stettin ist natürlich nicht Berlin, wo sich Flaneure, Kostgänger und andere Experten an einem Abend wie diesem auf die Füße treten würden. Das ist nicht gut so. Die Mischung aus Per Anhalter durch die Galaxis, Jules Verne, Ritter Runkel und dem Feinsten, was Sience Fiction auf großer Leinwand so zu bieten hat, ist einen Abstecher in die Katakomben Stettins wert. Direkt unter einem alten Straßenbahn-Depot.

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Havel-Radweg:
Bestens asphaltiert
auf dem Haveldeich,
natürlich mit Rückenwind!

Mit Rückenwind durch die Havelauen

Berlin, 14. März 2014

Vor fünf Jahren wurde der insgesamt fast 400 Kilometer lange Havel-Radweg offiziell eröffnet. Zwischen Gollwitz und Phöben führt der Asphaltstreifen perfekt durch die einsamen Weiten des Havellandes. Benno Koch verrät am Samstag, 15. März 2014 die schönsten Strecken durch den Fahrradfrühling.

Der sonnenverwöhnte Frühling macht eine Pause und morgen aus jedem normalen Fahrrad eine Art Bio-E-Bike: Mit kräftigem Rückenwind geht es von der ältesten Stadt Brandenburgs nach Werder. Natürlich immer an der Havel entlang.

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