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Radweg Berlin-Usedom:
Nicht ganz offiziell,
aber schön und neu
am Ostufer des
Unteruckersees

Radweg Berlin-Usedom: Neue Wege mit Rad und Kanu

Berlin, 14. Mai 2012 [zuletzt geändert 18.05.12, 22:08 Uhr]

Der Traum begann 1998: Eine Fahrradstraße von der Bundeshauptstadt zur Badewanne der Berliner sollte entstehen. Vier Mal war der Radweg Berlin-Usedom von 2005 bis 2008 Schauplatz der legendären Ostseefahrt. An diesem Samstag (19. Mai 2012) verrät Benno Koch alle Neuigkeiten in der Uckermark.

Seit der offiziellen Eröffnung des Radweges Berlin-Usedom im Jahre 2007 scheinen die Uhren in der Uckermark wieder langsamer zu gehen. Damals fuhren 140 Fahrradtouristen in vier Tagen vom Brandenburger Tor nach Swinemünde. Die Ostseefahrt war so eine Art Ferienlager für Erwachsene. Nie wieder sei eine so große Gruppe mehrere Tage mit dem Rad durch die einsamen Weiten der Uckermark gekommen, sagt Wolfgang Fritz von der Alten Schule Stegelitz.

Fritz überraschte die Ostseefahrer am Ende des Schreiadler-Reservats mit großer Gastfreundschaft und einem einzigartigen Gourmet-Imbiss. Auch heute noch zaubert er selbst unangemeldeten Gästen mal schnell einen frischen Tomatensalat mit selbstgebackenen Brot.

Gar nicht schnell ist der Landkreis Uckermark beim Ausbau der Wege für Fahrradtouristen. Während sich Autofahrer über die gerade neu ausgebaute und verbreiterte Autobahn A11 zwischen Steinhöfel und Steglitz freuen dürfen, ist der Radweg Berlin-Usedom hier auf drei Kilometern noch immer die alte Schlamm- und Geröllpiste. Vierzehn Jahre nach der Idee für den Radweg und fünf Jahre nach der offiziellen Eröffnung - ein Armutszeugnis. Angeblich fühlt sich ein hier nistender Schreiadler so irgendwie wohler. In Wahrheit stört diesen ganz offensichtlich weder der Lärm tausender Kfz auf der Autobahn, noch wenige hundert Fahrradtouristen.

Es war die Idee der Ostseefahrt Neues zu entdecken und eine Art Vorhut für andere Touristen zu sein. So soll auch diese Radtour am kommenden Samstag (19. Mai 2012) neue Ideen für den Radweg Berlin-Usedom bringen.

Nicht offiziell, aber ungleich schöner präsentiert sich ein neuer asphaltierter Singletrack am Ostufer des Unteruckersees. Hier geht mit weitem Ausblick auf den See Richtung Prenzlau - auch wenn ein kurzer Trampelpfad noch ausgebaut werden muss.

In Prenzlau selbst versucht ein Unternehmer seit Herbst 2011 die Seenkette und die Uecker erlebbarer zu machen. Der Mann heißt Andreas Knoll und hat Mut. Denn noch präsentiert sich der Unteruckersee oft merkwürdig unbelebt - kein Kanu, kein Segelboot und kein Ruderboot ist am Horizont zu entdecken. Jetzt können Fahrradtouristen am Strand von Solaris in eines der neuen Kanus umsteigen und sich von der Strömung Richtung Oderhaff treiben lassen. Naja, und ein wenig Paddeln beschleunigt das Ganze - auch für Anfänger kein Problem. Die Fahrräder werden währenddessen zum Zielpunkt transportiert.

Das Ziel dieser Radtour heißt Gut Schmarsow. Guido Pabst und Ulrike Malter sind alte Bekannte der Ostseefahrt - sie haben das wohl am schönsten verwunschene Rittergut der Gegend wachgeküsst und hunderte Ostseefahrer begeistert. Jetzt wartet zum Sonnenuntergang dieser Rad- und Kanutour der Holzkohlegrill auf Gut Schmarsow - bevor es satt und glücklich mit der Bahn zurück nach Berlin geht.


 

Einfach anmelden - Uckermark mit Rad und Kanu erleben:

  • Sonnenuntergangstour: geführte Radtour mit Benno Koch am Samstag, 19. Mai 2012

  • Strecke: die rund 45 Kilometer kurze Tour durch die Uckermark ist kein Radrennen, sondern ein Angebot für Rad fahrende Genießer

  • Treffpunkt: 9:15 Uhr, Berlin-Hauptbahnhof

  • Ende: gegen 23:30 Uhr in Berlin

  • Teilnahmegebühr für die Radtour: 12 Euro ermäßigt 8 Euro pro Person

  • externe Kosten: die Bahnfahrt (5,60 Euro bei einer durch fünf teilbaren Teilnehmerzahl plus 5,00 Euro fürs Fahrrad), die Kanu-Miete (11,00 Euro pro Person inkl. Fahrradtransport), ein Cafébesuch sowie das Grillbuffet auf Gut Schmarsow (12 Euro pro Person zzgl. Getränke) kommen hinzu

  • Anmeldung: schickt mir bitte einfach eine SMS an Mobil 0157/73746049 oder eine E-Mail an kontakt@benno-koch.de

  • Anmeldestand (18.05.12, 22:08 Uhr): noch 6 von 20 Plätzen frei

  • Teilnahmebedingungen: es gelten die Regeln der Straßenverkehrsordnung (StVO), die Teilnehmer tragen selbst das allgemeine Risiko, das die Teilnahme am Straßenverkehr mit sich bringt und sind für die Sicherheit ihres Fahrrades selbst verantwortlich

  • Fahrrad und Bahn: damit auch die Fahrt mit der Bahn entspannt wird, bitte im RegionalExpress immer sämtliche Packtaschen und Körbe (auf die eigentlich generell verzichtet sollte) vom Fahrrad nehmen und die Räder mit den Lenkern entgegengesetzt an die Klappsitze lehnen, Fahrgäste auf den Klappsitzen ohne Fahrräder freundlich bitten aufzustehen – und natürlich Rücksicht nehmen!

 

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