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Spreewald:
Zwischen Lübbenau und
Leipe geht der
Spreeradweg fast in die
Spreewaldfließe über

Spree-Radweg: Fischzug in Peitz und Irrlichter im Spreewald

Berlin, 22. Oktober 2012 [zuletzt geändert 25.10.12, 13:08 Uhr]

Wenn die Fischer im größten Teichgebiet Deutschlands mit der Karpfenernte beginnen, ist in Peitz die schönste Zeit des Jahres angebrochen. Und auch zwischen den Kanälen im Spreewald ein paar Kilometer weiter ist jetzt die Ruhe zurückgekehrt. Am Samstag, 27. Oktober 2012 verrät Benno Koch die schönsten Entdeckungen im goldenen Fahrradherbst.

In Peitz ist irgendwann die Geschichte stehen geblieben. Mitte des 16. Jahrhunderts wurde hier eines der damals bedeutendsten Eisenhüttenwerke errichtet. Genaugenommen sind die Peitzer Teiche die Restlöcher der seit 1554 hier betriebenen Raseneisenerzgewinnung. Hauptabnehmer war die Rüstungsindustrie mit Kanonenkugeln, Waffen und Gerät aus Schmiedeeisen. Bereits 1898 wurde die Produktion eingestellt, so dass das ehemalige Königliche Hüttenwerk Peitz heute eine beschauliche und einzigartige Kulisse bildet - und ganz friedlich von unbewaffneten Touristen lebt.

Geblieben ist Tradition der Fischzucht in den Peitzer Teichen. Am letzten Wochenende im Oktober wird der Hälterteich abgelassen, um zehntausende Karpfen abzufischen. Das einzigartige Naturschauspiel wird begleitet von Dutzenden Silberreihern, Graureihern und einigen Seeadlern. Von letzteren gab es in Brandenburg 1980 nur noch 30 Brutpaare, heute sollen es 140 sein. Die Peitzer Teiche versprechen hier reichlich Nahrung. Doch auch für ganz gewöhnliche Fahrradtouristen gibt es am Ufer geräucherten Fisch und frisches Brot.

Dann geht es hinaus aus dem Trubel in die weite offene Landschaft der Spreeauen weit ab der Landstraßen. Zwischen den Feldern hindurch geht es begleitet vom Geschrei der Graugänse und Kraniche fast immer auf dem Spreedeich entlang ins Herz des Spreewalds nach Burg. Vom Bismarckturm ist jetzt die Herbstlandschaft am schönsten von oben zu entdecken. Und natürlich wartet hier ein gutes Café.

So langsam erscheinen dann im Sonnenuntergang die ersten Irrlichter im Spreewald. Mehr Spreewaldklischee als auf diesem Abschnitt geht nicht: Hunderte Kanäle durchziehen hier die Wälder der einzigartigen Auen- und Moorlandschaft. Unterbrochen durch weit verstreute, einzeln stehende Gehöfte, Wiesen und Weiden. Ganz einsam und mystisch geht es in der Dämmerung durch das Biosphärenreservat nach Lübbenau, wo ein gutes Restaurant irgendwo am Horizont als sicheres Ziel erscheint. Natürlich wie immer nur für Rad fahrende Genießer.

 

Einfach anmelden - Peitzer Fischzug und Spree-Radweg erleben!

  • Sonnenuntergangstour: geführte Radtour mit Benno Koch am Samstag, 27. Oktober 2012

  • Strecke: Die rund 45 Kilometer kurze Radtour auf dem Spree-Radweg ist kein Radrennen, sondern ein Angebot für Rad fahrende Genießer.

  • Treffpunkt: 10:15 Uhr Berlin Hauptbahnhof

  • Ende: kurz vor 21:30 Uhr in Berlin-Mitte

  • Teilnahmegebühr für die Radtour: 12 Euro ermäßigt 8 Euro pro Person

  • externe Kosten: die Bahnfahrt (5,80 Euro bei einer durch fünf teilbaren Teilnehmerzahl plus 5,00 Euro fürs Fahrrad), der Eintritt für den Bismarckturm Burg  sowie der Café- und Restaurantbesuch kommen hinzu

  • Anmeldung: schickt mir bitte einfach eine SMS an Mobil 0157/73746049 oder eine E-Mail an kontakt@benno-koch.de

  • Anmeldestand (25. Oktober 2012, 13:08 Uhr): noch 7 von 20 Plätzen frei

  • Teilnahmebedingungen: es gelten die Regeln der Straßenverkehrs-Ordnung (StVO), die Teilnehmer tragen selbst das allgemeine Risiko, das die Teilnahme am Straßenverkehr mit sich bringt und sind für die Sicherheit ihres Fahrrades selbst verantwortlich, die Rückfahrt erfolgt in der Dunkelheit (Licht)

  • Fahrrad und Bahn: damit auch die Fahrt mit dem RegionalExpress entspannt wird, bitte immer sämtliche Packtaschen und Körbe (auf die eigentlich generell verzichtet sollte) vom Fahrrad nehmen und die Räder mit den Lenkern entgegengesetzt an die Klappsitze lehnen, Fahrgäste auf den Klappsitzen ohne Fahrräder freundlich bitten aufzustehen – und natürlich Rücksicht nehmen!

 

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