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Designer Outlet Berlin:
Muster-Kleinstadt-Idylle
mit Stadttoren, Fachwerk
und Palästen - ein Radweg
führt mitten hindurch

Regionalparkroute Rund um Berlin (Teil 7): Von Wustermark nach Werder (Havel)

Berlin, 26. Juni 2013 [zuletzt geändert 28.06.13, 17:38 Uhr]

Auf offiziell 330 Kilometern umrundet die Regionalpark Fahrradroute die Bundeshauptstadt. Es könnte der wichtigste Radfernweg am Berliner Stadtrand werden. Den Abschnitt von der Döberitzer Heide zu den Havelseen bilden gleich zwei der abwechslungsreichsten Regionalparks. Am Samstag, 29. Juni 2013 verrät Benno Koch die schönsten Entdeckungen im Fahrradsommer.

Seit fast zehn Jahren gibt es theoretisch eine Fahrradroute durch die acht Brandenburger Regionalparks. Die Regionalparks Döberitzer Heide und Havelseen westlich von Berlin sind zwei in dieser Reihe. Eine durchgängige Fahrradwegweisung gibt es hier nicht. Ein Ausbau von Radwegen extra für die Regionalparkroute ist nicht erfolgt. Doch mit dem bestens ausgebauten Havel-Radweg, dem Olympischen Dorf, der Muster-Kleinstadt-Idylle des Designer Outlets und den Sielmann Naturlandschaften Döberitzer Heide ist hier mehr Abwechslung kaum möglich.

Diese rund 40 Kilometer kurze Radtour startet am Bahnhof Wustermark, von wo aus theoretisch der Treidelweg am Havelkanal immer in Richtung Süden nach Paretz die schönste Strecke ist. Praktisch ist der Weg hier nur auf dem mittleren Abschnitt gut befahrbar. Der Rest ist kaum als Weg erkennbar. Auch die offizielle Regionalparkroute macht daher einige größere Schlenker - und verpasst trotzdem die touristisch spannendsten Orte.

So führt diese leicht inoffizielle Variante der Regionalparkroute mitten durch das Designer Outlet Berlin hindurch, anstatt ein paar hundert Meter davor abzubiegen. Mächtige Stadttore, prächtige Paläste und romantische Fachwerkhäuser bilden zusammen mit verwinkelten Gassen und beschaulichen Plätzen so etwas wie eine Muster-Kleinstadt-Idylle. Das es hier eventuell das eine oder andere Schnäppchen geben soll, tritt angesichts der beeindruckenden Architektur fast in den Hintergrund. Und dass das gesamte Areal autofrei ist und man beim Einkaufsbummel leicht zwei Kilometer zu Fuß unterwegs sein kann, ist ein schönes Beispiel dafür, dass Fußgängerzonen funktionieren können. Noch schöner wäre diese Musterstadt natürlich als wirkliches Zentrum von Wustermark oder Elstal - aber bereits für eine Fußgängerzone dürfte den Bürgermeistern dort der Mut fehlen.

Ein paar Kilometer weiter geht es um das Olympische Dorf von Berlin 1936 herum - natürlich weiter inoffiziell. Inzwischen ist hier die historische Schwimmhalle äußerlich perfekt saniert worden. Gebäude wie das Speisehaus der Nationen oder die Sporthalle beeindrucken auch im unsanierten Zustand.

Vom Olympischen Dorf geht es direkt in die Naturlandschaften Sielmanns am Rande des ehemaligen Truppenübungsplatzes Döberitzer Heide. Bereits 1713 und damit genau vor dreihundert Jahren begann hier unter dem Preußenkönig Friedrich Wilhelm I. die militärische Nutzung, die mit dem Abzug der letzten russischen Soldaten im Jahre 1992 endete. Heute leben in dem Naturreservat Wisente, Przewalski-Pferde und viele andere seltene Tier- und Pflanzenarten. Ein anfangs sehr gut ausgebauter Radweg führt vom Elstal mitten hindurch nach Priort, wo nun wieder die offizielle Regionalparkroute erreicht ist.

Bis zum Havelkanal wird eine meist ruhige, von alten Bäumen gesäumte Kreisstraße ohne Radweg genutzt. Hat man die Einfahrt gefunden, ist der folgende Treidelweg von Buchow-Karpzow nach Falkenrehde abseits der Landstraßen ruhig und gut befahrbar. Ab Falkenrehde verlässt die offizielle Regionalparkroute wieder den Havelkanal und folgt einen bis zu drei Meter breit bestens ausgebauten Radweg entlang einer Landesstraße. Über einen schönen Feldweg wird Paretz erreicht.

Um 1800 herum wurde Paretz zum Musterdorf umgebaut. Das weitgehend sanierte Ensemble aus Schloss, Mehlwage, Gotischem Haus, Dorfkirche und Bauernhäusern strahlt heute wieder einen Hauch seiner Blütezeit aus. An diesem Wochenende soll mit dem Paretzer Scheunenfest auch wieder Leben ins Dorf rund um die alten Gemäuer einziehen. Es werden unter anderem Markttreiben und ländliches Handwerk versprochen.

Auf der Ketziner Havelfähre geht es dann entgültig hinüber zu den Havelseen. Auf dem bestens ausgebauten Havel-Radweg geht es nach Phöben und von dort in eines der besten Restaurants dieser Radtourenserie - natürlich direkt am See mit privater Badestelle.

Wie immer warten unterwegs kulinarische Entdeckungen - auf einer entspannten Tour für Rad fahrende Genießer!

 

Einfach anmelden - Regionalparkroute Döberitzer Heide und Havelseen erleben!

  • Sonnenuntergangstour: geführte Radtour mit Benno Koch am Samstag, 29. Juni 2013

  • Strecke: Die rund 40 Kilometer kurze Radtour auf der (teilweise inoffiziellen) Regionalpark Fahrradroute ist kein Radrennen, sondern ein Angebot für Rad fahrende Genießer.

  • Treffpunkt: 11:45 Uhr Berlin Hauptbahnhof

  • Ende: kurz vor 22:00 Uhr in Berlin-Mitte

  • Teilnahmegebühr für die Radtour: 12 Euro ermäßigt 8 Euro pro Person

  • externe Kosten: die Bahnfahrt (5,80 Euro bei einer durch fünf teilbaren Teilnehmerzahl plus 5,00 Euro fürs Fahrrad) sowie der Café- und Restaurantbesuch kommen hinzu

  • Anmeldung: schickt mir bitte einfach eine SMS an Mobil 0157/73746049 (zurzeit gibt es hier keine Antwort-SMS - die Anmeldung gilt trotzdem) oder eine E-Mail an kontakt@benno-koch.de

  • Anmeldestand (28. Juni 2013, 17:38 Uhr): noch 15 von 20 Plätzen frei

  • Badepausen: am Ende der Radtour möglich, Badesachen bitte nicht vergessen!

  • Teilnahmebedingungen: es gelten die Regeln der Straßenverkehrs-Ordnung (StVO), die Teilnehmer tragen selbst das allgemeine Risiko, das die Teilnahme am Straßenverkehr mit sich bringt und sind für die Sicherheit ihres Fahrrades selbst verantwortlich, die Rückfahrt erfolgt in der Dunkelheit (Licht)

  • Fahrrad und Bahn: damit auch die Fahrt mit dem RegionalExpress entspannt wird, bitte immer sämtliche Packtaschen und Körbe (auf die eigentlich generell verzichtet sollte) vom Fahrrad nehmen und die Räder mit den Lenkern entgegengesetzt an die Klappsitze lehnen, Fahrgäste auf den Klappsitzen ohne Fahrräder freundlich bitten aufzustehen – und natürlich Rücksicht nehmen!

 

Hintergrund

  • Fotos der (teilweise inoffiziellen) Regionalparkroute in der Bildergalerie www.benno-koch.de ansehen

  • gpx/gps-Track der Radtour von Wustermark nach Werder (Havel) als zip-Datei (15 kb) herunterladen