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Peitzer Fischzug:
Die perfekte Show
im eiskalten Wasser
des Hälterteiches

Peitzer Fischzug 2013: Herbst-Radtour zwischen Spree und Neiße

Berlin, 24. Oktober 2013 [zuletzt geändert 25. Oktober 2013 um 11:42 Uhr]

Wenn die Fischer im größten Teichgebiet Deutschlands mit der Karpfenernte beginnen, ist in Peitz die schönste Zeit des Jahres angebrochen. Und auch auf dem Spree-Radweg und dem Oder-Neiße-Radweg ist jetzt die Ruhe zurückgekehrt. Am Sonntag, 27. Oktober 2013 verrät Benno Koch die schönsten Entdeckungen im goldenen Fahrradherbst.

In Peitz ist irgendwann die Geschichte stehen geblieben. Mitte des 16. Jahrhunderts wurde hier eines der damals bedeutendsten Eisenhüttenwerke errichtet. Genaugenommen sind die Peitzer Teiche die Restlöcher der seit 1554 hier betriebenen Raseneisenerzgewinnung. Hauptabnehmer war die Rüstungsindustrie mit Kanonenkugeln, Waffen und Gerät aus Schmiedeeisen. Bereits 1898 wurde die Produktion eingestellt, so dass das ehemalige Königliche Hüttenwerk Peitz heute eine beschauliche und einzigartige Kulisse bildet - und ganz friedlich von unbewaffneten Touristen lebt.

Geblieben ist Tradition der Fischzucht in den Peitzer Teichen. Am letzten Wochenende im Oktober wird der Hälterteich abgelassen, um zehntausende Karpfen abzufischen. Das einzigartige Naturschauspiel wird begleitet von Dutzenden Silberreihern, Graureihern und einigen Seeadlern. Von letzteren gab es in Brandenburg 1980 nur noch 30 Brutpaare, heute sollen es 140 sein. Die Peitzer Teiche versprechen hier reichlich Nahrung. Doch auch für ganz gewöhnliche Fahrradtouristen gibt es am Ufer geräucherten Fisch und frisches Brot.

Diese rund 50 Kilometer kurze Radtour wurde natürlich korrekt in den Wind gedreht. Diesmal geht es auf dem Spree-Radweg von Cottbus einzigartig schön zwischen den Peitzer Teichen hindurch zum Ort des Geschehens. Das Spektakel des Fischzuges am Hälterteich liegt direkt am Radweg.

Kaum weniger spektakulär ist dann der Weg hinüber zum Oder-Neiße-Radweg: Halb um die riesige Grube des Braunkohletagebaus Jänschwalde herum, wird Grießen an der Neiße erreicht. Von verschiedenen Aussichtspunkten darf man hier direkt in den Abgrund gucken. Sechs Dörfer, unter ihnen Horno im Jahre 2004, sind bereits ganz oder teilweise im Tagebau verschwunden. Drei weitere stehen bis 2041 auf der Abrissliste. Wer einmal die Ausmaße eines Braunkohletagebaus wie Jänschwalde auf mehr als 60 Quadratkilometern vor Ort gesehen hat, wird die Eingriffe in die Natur durch Windkraftanlagen als ausgesprochen bescheiden empfinden.

Bestens asphaltiert und mit Rückenwind geht's dann in die deutsch-polnische Doppelstadt Guben-Gubin, wo der in diesem Jahr frisch sanierte und als Aussichtsturm eröffnete 60 Meter hohe Turm der Stadtkirche beeindruckt. Just vor diesem Wochenende soll jedoch Schluss mit den Turmbesteigungen sein. Ob das traumhaft vorhergesagte Wetter mit 20 Grad und fünf Stunden Sonnenschein die Tourismusprofis vor Ort noch einmal umdenken lässt?

Und natürlich warten unterwegs einige kulinarische Entdeckungen - auf einer entspannten Radtour für Genießer!

 

Einfach anmelden - und den Peitzer Fischzug 2013 erleben!

  • Sonnenuntergangstour: geführte Radtour mit Benno Koch am Sonntag, 27. Oktober 2013

  • Strecke: Die rund 50 Kilometer kurze Radtour von Cottbus über Peitz nach Guben ist kein Radrennen, sondern ein Angebot für Rad fahrende Genießer.

  • Treffpunkt: 9:15 Uhr Berlin Hauptbahnhof

  • Ende: gegen 19:30 Uhr in Berlin

  • Teilnahmegebühr für die Radtour: 12 Euro ermäßigt 8 Euro pro Person

  • externe Kosten: die Bahnfahrt (5,80 Euro bei einer durch fünf teilbaren Teilnehmerzahl plus 5,00 Euro fürs Fahrrad) sowie der Café- und Restaurantbesuch kommen hinzu

  • Anmeldung: schickt mir bitte einfach eine SMS an Mobil 0157/73746049 oder eine E-Mail an kontakt@benno-koch.de

  • Anmeldestand (25. Oktober 2013, 11:42 Uhr): noch 16 von 20 Plätzen frei

  • Teilnahmebedingungen: es gelten die Regeln der Straßenverkehrs-Ordnung (StVO), die Teilnehmer tragen selbst das allgemeine Risiko, das die Teilnahme am Straßenverkehr mit sich bringt und sind für die Sicherheit ihres Fahrrades selbst verantwortlich, die Rückfahrt erfolgt in der Dunkelheit (Licht)

  • Fahrrad und Bahn: damit auch die Fahrt mit dem RegionalExpress entspannt wird, bitte immer sämtliche Packtaschen und Körbe (auf die eigentlich generell verzichtet sollte) vom Fahrrad nehmen und die Räder mit den Lenkern entgegengesetzt an die Klappsitze lehnen, Fahrgäste auf den Klappsitzen ohne Fahrräder freundlich bitten aufzustehen – und natürlich Rücksicht nehmen!

 

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