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Radio Eins: BUGA Havelregion 2015 - die Nordrunde

Berlin, 15. Juli 2015

Wie kaum eine andere Veranstaltung zuvor ist die BUGA Havelregion 2015 eine riesige touristische Spielwiese - in einer noch jungfräulichen Tourismusregion. Zu den fünf BUGA-Städten Brandenburg an der Havel, Premnitz, Rathenow, Stölln und Havelberg kommen noch zahlreiche Referenzorte. Und ein riesiger Landschaftsgarten dazwischen und drumherum. Benno Koch hat sich die Nordrunde auf einem BUGA-E-Bike angesehen - am Mittwoch kurz nach Elf live auf Radio Eins.

Wenn in dieser Woche die Sommerferien in Berlin und Brandenburg starten, ist die richtige Zeit für die ganz große Radtour gekommen. Und die kann in diesem Jahr gleich vor der Haustür beginnen. Die BUGA Havelregion besteht nicht nur aus der rund 120 Kilometer langen offiziellen BUGA-Radroute. Mit dem Havel-Radweg, dem Elberadweg, dem Havelland-Radweg und der Tour Brandenburg gibt es viele Varianten, die genaugenommen bereits in Berlin anfangen können.

Die BUGA-Nordrunde ist eine dieser Varianten. Von Rathenow über Stölln nach Havelberg führt hier die offizielle BUGA-Route. Doch gerade die Entdeckungen links und rechts der Strecke und außerhalb der BUGA-Gärten lassen plötzlich eine Region lebendig werden, die bisher gar keine klassische Tourismusregion war.

In Stölln befindet sich zum Beispiel der älteste Flugplatz der Welt. Mit dem entsprechenden Marketing wäre dies anderswo vielleicht eine Top-Tourismus-Destination. Hier ist dagegen alles ganz einsam. Schon ein paar Meter außerhalb des BUGA-Gartens rund um die spektakulär auf einem Acker gelandete IL-62 ist praktisch niemand mehr. Wer in diesen Tagen auf den knapp 110 Meter hohen Gollenberg steigt, wird die Aussicht und das Denkmal praktisch für sich genießen können. Otto Lilienthal machte hier einige seiner ersten Flugversuche und gilt heute als erster Flieger der Menschheit.

Ein paar Meter weiter in Rhinow ist es vielleicht nur der Dorfbäcker, der plötzlich bis 18 Uhr geöffnet hat und voller Neugierde auf die BUGA-Gäste ist. Oder der Künstler, bei dem man ungestraft Kippeln darf. Im frisch sanierten alten Bahnhof. Natürlich der Fischer, der aus der befürchteten Plage der Chinesischen Wollhandkrabben plötzlich ein ungeahntes Geschäftsmodell machen konnte.

Und da sind die alten Hansestädte wie Werben an der Elbe. Ganz knapp neben der offiziellen BUGA-Stadt Havelberg. Und natürlich Arneburg, ein paar Kilometer südlich am Elberadweg. Als irgendwie inoffizielles BUGA-Referenzobjekt ist hier vor wenigen Wochen eine 363.000 Euro teure Brücke eröffnet worden. 30 Meter über der Elbe mit einem spektakulären Ausblick. Anderswo würde man diese Brücke vielleicht als Skywalk vermarkten. Hier kann man die Ruhe alleine genießen.

 

Hintergrund

  • BUGA Havelregion 2015 - die Nordrunde: Einen Hintergrundartikel, die Karte und einen gpx/gps-Track zum individuellen Nachradeln auf www.benno-koch.de finden.

  • Radio Eins: unter www.radioeins.de hören

  • Fotos: Impressionen der BUGA Havelregion 2015 in der Bildergalerie www.benno-koch.de anschauen.